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Eines Tages, nach mehr als drei Jahrzehnten meines Lebens habe ich alle Zeugnisse fortgeworfen und auch die Uhren und auch sämtliche Gegenstände, mit denen ich nichts mehr zu tun haben wollte. So beschränke ich mich auf eine Geburt an einem kalten Wintertag 1951, Aufenthalte in verschiedenen Dörfern, Städten und Ländern, ein Leben mit manchen guten Freunden, einer 1982 geborenen Tochter und der Feststellung, dass ich in Wörtern und Bildern verdaue. Nicht von ungefähr handeln meine Arbeiten von Kälte und Liebe und der Abwehr gegen alles nicht Lebenswerte, das sich so unliebsam in unser Dasein geschlichen hat, und immer auch gibt es die Hoffnung, dass der Blick auf die Details daran etwas ändern möge.

Bündeln soll ich mich, so hieß es immer mal wieder in den vergangenen 30 Jahren, weil sie so unterschiedlich sind, meine Tätigkeiten. Mal schreibt sie, mal fotografiert sie, mal zeichnet sie, mal sammelt sie, mal bastelt sie, mal agiert sie, mal heckt sie sich grössenwahnsinnige Projekte aus, etc. Viele Bündel hab ich. Ein Bruchteil davon stecken in Zeichnungen, Objekten, Fotos, Aktionen, Luise, aufgestellten Eier, unscharfen Bilder, Schatten, Blicken, Kritzeleien, Installationen, Collagen, meinem Spielzeug, Zettelkram und vielem mehr. - Miniaturisiert auf dem Bildschirm sind sie gebündelte Vielfalt, zeigen meinen Blick auf Details und wecken eine Sehnsucht nach der Resensibilisierung der Sinne. Auch ich knabbere an einem einzigen Thema, in der Vielfalt der Details auf der Suche nach dem Sinn des Lebens auf den Punkt zu kommen und zu verstehen. Der Punkt ist ja auch eine Linie. Die Linie ist eine Vielzahl von Punkten, die zusammengeschoben einen einzigen ergeben. Wenn das gelingt, geht die Suche nach einer neuen Linie weiter, bis deren Punkte zusammengefügt sind in einen einzigen u.s.w., u.s.w. -